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Trinkwasserhygiene: Legionellen vermeiden – So schützen Sie Ihre Familie

3 Min. Lesezeit
Familie trinkt frisches Leitungswasser aus der Küche

Erfahren Sie, wie Sie durch einfache Maßnahmen die Trinkwasserqualität in Ihrem Zuhause sichern und gesundheitliche Risiken wie Legionellen vermeiden.


Warum Trinkwasserhygiene so wichtig ist

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel – und doch kann es bei falscher Handhabung gesundheitliche Risiken bergen. Besonders Legionellen, Bakterien, die sich in warmem Wasser vermehren, können zu schweren Lungenerkrankungen führen. Als Hausbesitzer tragen Sie die Verantwortung für die Qualität des Wassers in Ihren Leitungen. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie jedoch sicherstellen, dass Ihr Trinkwasser stets hygienisch einwandfrei bleibt.

Wie entstehen Legionellen im Trinkwasser?

Legionellen vermehren sich besonders gut in stehendem Wasser bei Temperaturen zwischen 25 und 50 Grad Celsius. Typische Gefahrenquellen in Haushalten sind:

  • Lange Stillstandszeiten des Wassers (z. B. in selten genutzten Leitungen oder Gästebädern)
  • Zu niedrige Warmwassertemperaturen (unter 60 Grad Celsius)
  • Veraltete oder schlecht gewartete Warmwasserbereiter
  • Totleitungen, die nicht regelmäßig durchspült werden

Besonders in Mehrfamilienhäusern oder Gebäuden mit komplexen Leitungsnetzen ist das Risiko erhöht. Doch auch in Einfamilienhäusern können sich Legionellen ansiedeln, wenn das Wasser nicht regelmäßig fließt.

Einfache Maßnahmen für sauberes Trinkwasser

Mit diesen Tipps können Sie die Trinkwasserhygiene in Ihrem Zuhause verbessern:

1. Regelmäßig Wasser zapfen

Lassen Sie in selten genutzten Leitungen (z. B. in Gästebädern oder Gästetoiletten) mindestens einmal pro Woche Wasser für einige Minuten laufen. So vermeiden Sie stehendes Wasser, in dem sich Bakterien ansiedeln können.

2. Temperatur kontrollieren

Stellen Sie sicher, dass Ihr Warmwasserbereiter eine Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius erreicht. Bei diesen Temperaturen sterben Legionellen ab. Die Kaltwassertemperatur sollte hingegen unter 25 Grad Celsius liegen, um das Bakterienwachstum zu hemmen.

3. Leitungen spülen und warten

Lassen Sie Ihre Trinkwasserinstallation regelmäßig von einem Fachbetrieb wie der Wilhelm Lauterbach GmbH überprüfen. Besonders nach längeren Abwesenheiten (z. B. Urlaub) empfiehlt sich eine gründliche Spülung der Leitungen. Auch Totleitungen – also Leitungsabschnitte, die nicht mehr genutzt werden – sollten entfernt oder regelmäßig durchspült werden.

4. Perlatoren und Duschköpfe reinigen

Perlatoren (Strahlregler) und Duschköpfe können mit der Zeit verkalken und zum Nährboden für Bakterien werden. Reinigen oder tauschen Sie diese alle drei bis sechs Monate aus. Spezielle Reinigungstabletten oder Essig helfen, Kalkablagerungen zu entfernen.

Wann ist eine professionelle Untersuchung nötig?

In bestimmten Fällen ist eine Trinkwasseranalyse durch einen Fachbetrieb unerlässlich:

  • Wenn das Wasser trüb ist oder ungewöhnlich riecht
  • Nach längeren Leerständen (z. B. nach einem Mieterwechsel oder Urlaub)
  • Bei Verdacht auf Legionellen (z. B. nach Fällen von Legionellose in der Nachbarschaft)
  • In Mehrfamilienhäusern, in denen regelmäßig Trinkwasserproben genommen werden müssen

Die Wilhelm Lauterbach GmbH bietet umfassende Dienstleistungen rund um die Trinkwasserhygiene an – von der Probenahme bis zur Sanierung Ihrer Anlage. So können Sie sicher sein, dass Ihr Wasser stets den gesetzlichen Vorgaben entspricht und Ihre Familie geschützt ist.

Fazit: Vorbeugen ist besser als heilen

Trinkwasserhygiene ist kein Hexenwerk, aber sie erfordert Aufmerksamkeit. Mit einfachen Maßnahmen wie regelmäßigem Wasserzapfen, der Kontrolle der Wassertemperaturen und der Reinigung von Armaturen können Sie das Risiko von Legionellen und anderen Keimen deutlich reduzieren. Sollten Sie unsicher sein oder Auffälligkeiten bemerken, zögern Sie nicht, einen Fachbetrieb zu kontaktieren. Denn sauberes Trinkwasser ist die Grundlage für ein gesundes Zuhause.

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