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Trinkwasserhygiene: So schützen Sie sich vor Legionellen

2 Min. Lesezeit
Trinkwasserhygiene: Legionellen in Rohrleitungen vermeiden

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Trinkwassersystem richtig warten und welche Pflichten Hausbesitzer jetzt erfüllen müssen, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.


Warum Trinkwasserhygiene so wichtig ist

Trinkwasser ist eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Dennoch können sich in schlecht gewarteten Anlagen gesundheitsgefährdende Keime wie Legionellen vermehren. Diese Bakterien können schwere Lungenerkrankungen auslösen, insbesondere bei immungeschwächten Personen. Als Hausbesitzer sind Sie verantwortlich, dass Ihr Trinkwassersystem den gesetzlichen Vorgaben entspricht und regelmäßig überprüft wird.

Wie entstehen Legionellen im Trinkwasser?

Legionellen vermehren sich besonders gut in warmem Wasser zwischen 25°C und 45°C. Typische Risikobereiche sind:

  • Lange Stillstandszeiten des Wassers (z. B. in selten genutzten Leitungen oder Gäste-WCs)
  • Falsch eingestellte Warmwassertemperaturen (unter 60°C im Speicher oder unter 55°C an der Entnahmestelle)
  • Veraltete oder schlecht gedämmte Rohrleitungen
  • Tote Leitungsenden, die nicht durchspült werden

Besonders kritisch sind große Anlagen in Mehrfamilienhäusern, Hotels oder öffentlichen Gebäuden. Doch auch Einfamilienhäuser sind nicht frei von Risiken – insbesondere, wenn das Wasser längere Zeit stagniert.

Ihre Pflichten als Hausbesitzer

Seit der Novellierung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2023) gelten strengere Regeln für die Trinkwasserhygiene. Als Betreiber einer Trinkwasserinstallation müssen Sie:

  1. Regelmäßige Untersuchungen durchführen lassen: In Mehrfamilienhäusern sind alle drei Jahre Legionellenprüfungen Pflicht. In Einfamilienhäusern wird eine Prüfung empfohlen, wenn Risikofaktoren vorliegen.
  2. Temperaturen kontrollieren: Das Warmwasser muss am Speicherausgang mindestens 60°C betragen, an der Entnahmestelle mindestens 55°C. Kaltwasser sollte nicht über 25°C ansteigen.
  3. Anlagen warten und spülen: Rohrleitungen müssen regelmäßig durchgespült werden, um Stagnation zu vermeiden. Veraltete Anlagen sollten modernisiert werden.
  4. Dokumentation führen: Alle Maßnahmen und Prüfungen müssen protokolliert werden, um im Schadensfall nachweisen zu können, dass Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind.

Praktische Tipps für sauberes Trinkwasser

Mit diesen Maßnahmen können Sie das Risiko einer Legionellenkontamination minimieren:

  • Regelmäßig Wasser zapfen: Lassen Sie in selten genutzten Leitungen (z. B. Gäste-WC, Gästebad) mindestens einmal pro Woche das Wasser für einige Minuten laufen.
  • Temperaturen prüfen: Messen Sie gelegentlich die Warm- und Kaltwassertemperaturen an verschiedenen Entnahmestellen.
  • Duschen und Armaturen reinigen: Kalkablagerungen und Biofilme in Duschköpfen oder Perlatoren begünstigen das Bakterienwachstum. Reinigen oder tauschen Sie diese regelmäßig aus.
  • Fachbetrieb hinzuziehen: Lassen Sie Ihre Anlage alle zwei Jahre von einem SHK-Fachbetrieb wie der Wilhelm Lauterbach GmbH überprüfen. Besonders wichtig ist dies nach längeren Leerständen (z. B. nach einem Urlaub oder bei Ferienwohnungen).

Fazit: Sicherheit durch regelmäßige Wartung

Trinkwasserhygiene ist kein einmaliges Thema, sondern erfordert kontinuierliche Aufmerksamkeit. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie nicht nur gesetzliche Vorgaben erfüllen, sondern auch die Gesundheit Ihrer Familie oder Mieter schützen. Sollten Sie unsicher sein, ob Ihre Anlage den aktuellen Anforderungen entspricht, helfen wir Ihnen gerne weiter. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung oder Wartung Ihrer Trinkwasserinstallation!

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