
Erfahren Sie, warum Trinkwasserhygiene wichtig ist und wie Sie Legionellen in Ihrer Hausinstallation vermeiden können.
Warum Trinkwasserhygiene so wichtig ist
Trinkwasser ist eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Doch auch in Ihrem Zuhause kann es zu Verunreinigungen kommen – insbesondere durch Legionellen. Diese Bakterien können sich in warmem Wasser (zwischen 25 und 50 Grad Celsius) vermehren und bei Einatmen zu schweren Lungenerkrankungen führen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Immungeschwächte oder Raucher.
Als Hausbesitzer tragen Sie die Verantwortung für die Sicherheit Ihrer Trinkwasserinstallation. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie jedoch das Risiko minimieren und für sauberes, gesundes Wasser sorgen.
Wie entstehen Legionellen in der Trinkwasserinstallation?
Legionellen vermehren sich vor allem in stehenden Wasserbereichen, die nicht regelmäßig durchspült werden. Typische Problemstellen sind:
- Lange Leitungswege, die selten genutzt werden (z. B. Gäste-WC oder selten genutzte Duschen)
- Warmwasserspeicher, die nicht ausreichend aufgeheizt werden
- Tote Leitungsenden, die nicht richtig abgesperrt oder zurückgebaut wurden
- Niedrige Warmwassertemperaturen (unter 60 Grad Celsius)
Besonders in Mehrfamilienhäusern oder nach längeren Abwesenheiten (z. B. Urlaub) kann das Risiko steigen, da das Wasser in den Leitungen stagniert.
So schützen Sie Ihr Trinkwasser vor Legionellen
Mit diesen Maßnahmen können Sie die Trinkwasserhygiene in Ihrem Zuhause verbessern:
1. Regelmäßige Nutzung aller Wasserentnahmestellen
Lassen Sie alle Wasserhähne und Duschen in Ihrem Haushalt mindestens einmal pro Woche für einige Minuten laufen. Das gilt besonders für selten genutzte Entnahmestellen wie Gäste-WCs oder Gästebäder. So wird stehendes Wasser ausgetauscht und das Risiko einer Legionellenbildung reduziert.
2. Warmwassertemperatur richtig einstellen
Stellen Sie sicher, dass Ihr Warmwasserspeicher eine Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius erreicht. Bei dieser Temperatur werden Legionellen abgetötet. Die Temperatur an der Entnahmestelle sollte nicht unter 55 Grad Celsius liegen. Achten Sie jedoch darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, um Verbrühungen zu vermeiden – hier können thermostatische Mischventile helfen.
3. Leitungen regelmäßig spülen
Falls Sie längere Zeit nicht zu Hause waren (z. B. nach einem Urlaub), sollten Sie alle Wasserleitungen gründlich durchspülen. Lassen Sie das Wasser so lange laufen, bis es gleichmäßig warm oder kalt ist. Das entfernt stagnierendes Wasser und reduziert das Risiko von Bakterienwachstum.
4. Professionelle Wartung und Inspektion
Lassen Sie Ihre Trinkwasserinstallation regelmäßig von einem Fachbetrieb wie der Wilhelm Lauterbach GmbH überprüfen. Besonders in Mehrfamilienhäusern sind regelmäßige Legionellenprüfungen gesetzlich vorgeschrieben. Ein SHK-Fachmann kann Schwachstellen erkennen, wie z. B. falsch dimensionierte Leitungen oder veraltete Armaturen, und diese beheben.
5. Filter und Desinfektionsanlagen
In einigen Fällen können zusätzliche Maßnahmen wie Filter oder Desinfektionsanlagen sinnvoll sein. Diese sollten jedoch immer in Absprache mit einem Fachmann installiert werden, um die Wirksamkeit und Sicherheit zu gewährleisten.
Fazit: Sicherheit durch richtige Pflege
Trinkwasserhygiene ist kein Hexenwerk, erfordert aber regelmäßige Aufmerksamkeit. Mit einfachen Maßnahmen wie der richtigen Temperaturführung, regelmäßiger Nutzung aller Entnahmestellen und professioneller Wartung können Sie das Risiko von Legionellen in Ihrem Haushalt deutlich reduzieren. So schützen Sie nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch die Ihrer Familie und Mieter.
Bei Fragen oder Unsicherheiten stehen wir Ihnen als Wilhelm Lauterbach GmbH gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung oder Wartung Ihrer Trinkwasserinstallation!
