Erfahren Sie, warum Trinkwasserhygiene wichtig ist und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um Keime und Verunreinigungen in Ihrer Trinkwasserinstallation zu vermeiden.
Warum Trinkwasserhygiene so wichtig ist
Trinkwasser ist eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Dennoch können in der Hausinstallation Probleme auftreten, die die Wasserqualität beeinträchtigen. Besonders in stagnierendem Wasser – also Wasser, das länger in den Leitungen steht – können sich Keime wie Legionellen oder Pseudomonaden vermehren. Diese können gesundheitliche Risiken wie Infektionen oder Atemwegserkrankungen verursachen.
Als Hausbesitzer tragen Sie die Verantwortung für die einwandfreie Qualität des Trinkwassers in Ihrem Gebäude. Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) legt hierfür klare Regeln fest, die regelmäßig überprüft werden müssen. Besonders in Mehrfamilienhäusern, öffentlichen Gebäuden oder gewerblich genutzten Immobilien sind regelmäßige Kontrollen Pflicht.
Typische Risiken in der Trinkwasserinstallation
Es gibt mehrere Faktoren, die die Trinkwasserhygiene gefährden können:
- Stagnation: Wenn Wasser längere Zeit in den Leitungen steht, beispielsweise in selten genutzten Zapfstellen oder leerstehenden Wohnungen, können sich Keime vermehren.
- Temperatur: Legionellen vermehren sich besonders gut bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 50 Grad Celsius. Daher sollte kaltes Wasser nicht wärmer als 20 Grad und warmes Wasser nicht kälter als 55 Grad sein.
- Materialien: Alte oder ungeeignete Rohrmaterialien können Korrosion oder Ablagerungen begünstigen, die die Wasserqualität beeinträchtigen.
- Verunreinigungen: Rückflüsse aus defekten Armaturen oder unsachgemäß angeschlossenen Geräten können das Trinkwasser verunreinigen.
Maßnahmen für eine sichere Trinkwasserinstallation
Um die Trinkwasserhygiene in Ihrem Gebäude zu gewährleisten, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
- Regelmäßige Spülung: Zapfstellen, die selten genutzt werden, sollten regelmäßig gespült werden, um Stagnation zu vermeiden. Das gilt besonders für Gäste-WCs, Gästebäder oder Ferienwohnungen.
- Temperaturkontrolle: Stellen Sie sicher, dass das warme Wasser an der Zapfstelle mindestens 55 Grad Celsius erreicht und das kalte Wasser nicht über 20 Grad erwärmt wird. Moderne Regelungstechnik kann hier unterstützen.
- Fachgerechte Wartung: Lassen Sie Ihre Trinkwasserinstallation regelmäßig von einem Fachbetrieb wie der Wilhelm Lauterbach GmbH überprüfen. Dazu gehören auch die Kontrolle der Warmwasserbereiter und die Überprüfung auf Undichtigkeiten oder Korrosion.
- Materialauswahl: Verwenden Sie nur zugelassene Materialien für Rohre und Armaturen. Moderne Installationen setzen auf hygienisch unbedenkliche Werkstoffe wie Edelstahl oder spezielle Kunststoffe.
- Probenahme und Analyse: In Mehrfamilienhäusern oder gewerblich genutzten Gebäuden sind regelmäßige Wasseranalysen Pflicht. Ein zertifiziertes Labor untersucht dabei auf Keime und andere Verunreinigungen.
Was tun bei Problemen?
Falls Sie Auffälligkeiten wie trübes Wasser, ungewöhnlichen Geruch oder Geschmack feststellen, sollten Sie umgehend handeln. Schließen Sie die betroffene Zapfstelle und informieren Sie einen Fachbetrieb. Die Wilhelm Lauterbach GmbH bietet Ihnen eine umfassende Beratung und Unterstützung bei der Sanierung Ihrer Trinkwasserinstallation.
Mit den richtigen Maßnahmen können Sie die Trinkwasserhygiene in Ihrem Gebäude sicherstellen und Ihre Gesundheit sowie die Ihrer Mieter oder Nutzer schützen.
