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Legionellen-Schutz im Haushalt: So schützen Sie Ihre Familie

2 Min. Lesezeit
Legionellen-Schutz im Trinkwassersystem: Dusche und Armatur

Erfahren Sie, wie Sie Legionellen in Ihrem Trinkwassersystem erkennen, vermeiden und bekämpfen – für sicheres Wasser im ganzen Haus.


Warum Legionellen ein Risiko darstellen

Legionellen sind Bakterien, die in warmem Wasser gedeihen und schwere Lungenerkrankungen wie die Legionärskrankheit auslösen können. Besonders in Haushalten mit älteren Leitungen, selten genutzten Wasserhähnen oder unsachgemäß eingestellten Warmwasserspeichern können sich die Bakterien vermehren. Als Hausbesitzer sollten Sie daher regelmäßig Maßnahmen ergreifen, um das Risiko zu minimieren.

Wo sich Legionellen ansiedeln

Legionellen fühlen sich in folgenden Bereichen Ihres Trinkwassersystems besonders wohl:

  • Warmwasserspeicher: Temperaturen zwischen 25°C und 45°C sind ideal für ihre Vermehrung.
  • Wasserleitungen: Besonders in selten genutzten Leitungen oder Stichleitungen kann sich stagnierendes Wasser erwärmen und zum Brutplatz werden.
  • Duschen und Armaturen: Hier können Legionellen durch feine Wassertröpfchen (Aerosole) eingeatmet werden.

So schützen Sie Ihr Zuhause

Mit diesen einfachen, aber wirksamen Maßnahmen können Sie das Risiko einer Legionellenbelastung deutlich reduzieren:

1. Temperatur richtig einstellen

Stellen Sie Ihren Warmwasserspeicher auf mindestens 60°C ein. Bei dieser Temperatur sterben Legionellen innerhalb weniger Minuten ab. Die Zirkulationsleitung sollte ebenfalls auf mindestens 55°C gehalten werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die Temperatur an den Entnahmestellen nicht zu hoch ist, um Verbrühungen zu vermeiden.

2. Regelmäßig Wasser fließen lassen

In selten genutzten Leitungen, etwa in Gästebädern oder Ferienhäusern, kann sich stagnierendes Wasser erwärmen. Lassen Sie hier mindestens einmal pro Woche das Wasser für einige Minuten laufen, um frisches, kaltes Wasser nachfließen zu lassen.

3. Duschen und Armaturen reinigen

Reinigen und entkalken Sie regelmäßig Duschköpfe und Armaturen. Legionellen können sich in Kalkablagerungen ansiedeln. Verwenden Sie dazu spezielle Reinigungsmittel oder tauchen Sie die Teile in Essig ein.

4. Professionelle Legionellenprüfung

Lassen Sie Ihr Trinkwassersystem regelmäßig von einem Fachbetrieb überprüfen. Besonders in Mehrfamilienhäusern oder öffentlichen Gebäuden ist eine jährliche Untersuchung Pflicht. Ein SHK-Fachbetrieb kann Wasserproben entnehmen und im Labor analysieren lassen.

Was tun bei einer Legionellenbelastung?

Falls eine Legionellenbelastung festgestellt wird, müssen sofort Maßnahmen ergriffen werden:

  • Desinfektion: Das System wird mit heißem Wasser oder chemischen Mitteln desinfiziert.
  • Sanierung: Bei wiederholten Problemen kann eine Sanierung der Leitungen oder des Warmwasserspeichers notwendig sein.
  • Fachliche Begleitung: Ein SHK-Fachbetrieb unterstützt Sie bei der Ursachenanalyse und der Umsetzung der notwendigen Schritte.

Fazit: Sicherheit durch Vorsorge

Legionellen sind eine unsichtbare Gefahr, die jedoch durch einfache Maßnahmen kontrolliert werden kann. Achten Sie auf die richtige Temperatur, regelmäßige Nutzung und Reinigung Ihres Trinkwassersystems. Bei Unsicherheiten oder Verdacht auf eine Belastung sollten Sie immer einen Fachbetrieb hinzuziehen. So schützen Sie nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch die Ihrer Familie.

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