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Legionellen im Trinkwasser: Was Hausbesitzer wissen müssen

2 Min. Lesezeit
Legionellen im Trinkwasser: Mikroskopische Aufnahme der Bakterien

Erfahren Sie, wie Sie Legionellen vermeiden, welche Pflichten Sie haben und welche Maßnahmen im Ernstfall zu ergreifen sind.


Warum Legionellen im Trinkwasser gefährlich sind

Legionellen sind Bakterien, die im Trinkwasser vorkommen können und schwere Lungenerkrankungen wie die Legionärskrankheit auslösen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, immungeschwächte Personen oder Raucher. Die Bakterien vermehren sich vor allem in warmem Wasser zwischen 25°C und 45°C – idealen Bedingungen, die in vielen Hausinstallationen vorkommen.

Ihre Pflichten als Hausbesitzer

Seit Inkrafttreten der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) sind Hausbesitzer verpflichtet, ihre Trinkwasseranlagen regelmäßig auf Legionellen untersuchen zu lassen. Dies gilt insbesondere für:

  • Mehrfamilienhäuser mit zentralen Warmwasserbereitern
  • Gebäude mit öffentlichen oder gewerblichen Nutzungen (z. B. Hotels, Sportstätten)
  • Anlagen mit Speichern oder Rohrleitungen, in denen Wasser stagniert

Die Untersuchung muss alle drei Jahre von einem zertifizierten Labor durchgeführt werden. Bei Überschreitung des Grenzwerts von 100 koloniebildenden Einheiten (KBE) pro 100 ml sind sofortige Maßnahmen erforderlich.

So beugen Sie Legionellen vor

Mit diesen Maßnahmen minimieren Sie das Risiko einer Legionellenkontamination:

  1. Temperaturmanagement: Halten Sie das Warmwasser im Speicher konstant bei mindestens 60°C und das Kaltwasser unter 25°C. Die Zirkulationsleitung sollte nicht unter 55°C fallen.
  2. Regelmäßiger Wasseraustausch: Vermeiden Sie Stagnation, indem Sie wenig genutzte Leitungen (z. B. in Gäste-WCs) regelmäßig spülen.
  3. Hygienische Installation: Verwenden Sie nur zugelassene Materialien und vermeiden Sie Totleitungen oder überdimensionierte Rohrquerschnitte.
  4. Wartung: Lassen Sie Ihre Anlage jährlich von einem Fachbetrieb wie der Wilhelm Lauterbach GmbH warten. Dazu gehören die Überprüfung der Temperatur, Desinfektion und Reinigung der Armaturen.

Was tun bei Legionellenbefall?

Wird eine Überschreitung des Grenzwerts festgestellt, müssen Sie:

  • Unverzüglich das Gesundheitsamt informieren.
  • Eine Desinfektion der Anlage durch einen SHK-Fachbetrieb durchführen lassen. Methoden sind z. B. thermische Desinfektion (Erhitzen auf 70°C) oder chemische Verfahren.
  • Betroffene Mieter oder Nutzer über das Risiko aufklären.
  • Eine Nachuntersuchung veranlassen, um den Erfolg der Maßnahmen zu bestätigen.

Fazit: Sicherheit durch Prävention

Legionellen im Trinkwasser sind ein ernstzunehmendes Risiko, das sich durch regelmäßige Wartung und fachgerechte Installation vermeiden lässt. Als Hausbesitzer tragen Sie die Verantwortung für die Gesundheit Ihrer Mieter oder Nutzer. Die Wilhelm Lauterbach GmbH unterstützt Sie gerne bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben – von der Legionellenprüfung bis zur Sanierung Ihrer Anlage.

Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung!

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